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– Prolog –

Wer aufhört, besser werden zu wollen, hört auf, gut zu sein.“
– Maria von Ebner Eschenbach –

 Seelenstriptease 2.0

 

Hurra, ein weiterer Fotoblog!“
Ich krieg´s kotzen, es ist auch noch mein eigener. Aber ich muss es tun, ich muss schreiben und veröffentlichen um meinen geistigen Abfall loszuwerden, muss ich den Seelenstriptease par excellence an der kalten Stange, des schmierige Hinterhof Nachtclubs auf dem von Bier und Schweiß verklebten Parkett hinlegen. Ich wollte nie schreiben, ich kann es nicht einmal richtig gut. Alles was ich immer wollte war zu fotografieren, denn dann bin ich glücklich.
Zumindest fühlt es sich so an.
  

Luft ablassen um Luft zu holen.

Es ist zu viel, zu viel für diesen einen Kopf, ich brauche ein Ventil. Die Eindrücke, die Ideen die jeden Tag durch meinen Job, die Medien und allem anderen um mich herum auf mich einprasseln sind zu viel geworden. Zuviel um sich alles zu merken, zu viel um daraus kreative Energie zu schöpfen, zu viel um einen Schritt vor den anderen zu setzen.
Ich brauche einen Ort wo ich das für mich relevante ablegen kann damit die Stimmen in meinem Kopf wieder etwas leiser werden. Damit ich mich auf das für mich wesentliche konzentrieren kann. Die Fotografie. Ruhe.

  Anfangs nur schlaflos. Jetzt dauerhaft wach.

 

Ich habe nie nach diesem Talent gefragt. Weck mich nicht auf wenn ich endlich schlaf.“

Klingt es aus meinen Kopfhörern. Die Zeile spricht mir aus der Seele.

Das Talent zu fotografieren war vielleicht schon immer da und ich habe es zufällig entdeckt. Vielleicht ist es aber auch das Produkt der äußeren Umstände die mich dazu getrieben haben. Als die Fotografie alles war was ich mit einer Reihe verbrauchter Tage anfangen konnte. Letzten Endes is es auch egal ob Talent oder nicht.

Die Fotografie wurde Berufung. Fünf Jahre sind seitdem vergangen. Und noch immer werde ich das Gefühl nicht los das alles um dieses Thema herum, so unsagbar groß erscheint und ich immer noch ganz am Anfang stehe. Ich bin ständig auf der Suche. Doch nach was?

Ideen. Inspiration. Ziele.

Ständig stolpere ich über gleichgesinnte die teilweise jünger und unerfahrener und trotz allem mit solch einer Leichtigkeit so großes schaffen.  Dann kommen sie wieder, die Zweifel!

Aus anfänglicher Schlaflosigkeit wurde ein dauerhafter Wachzustand.

„Ich habe mich entschieden Fotografie zu leben, jeden Tag.“

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